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  1. #21
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    Die Fragen sind nach ausreichender Vorbereitung gut machbar. Aber ohne die wirds schon schwieriger.
    Als Kinderchirurg bin ich jetzt auch nicht so sehr vom Fach wie etwa Anästhesisten oder Internisten, man muss halt einfach die Muße haben sich mit den Themen und dem Vorgehen bei der Bearbeitung von Notfällen zu befassen.

    Dann wird das schon



  2. #22
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    Weil ich mich mit dem thread hier kurz vor der Prüfung noch gut vorbereiten konnte hier mein Gedächtnissprotokoll von meiner Prüfung heute, 16.06.2016 in München:

    Geprüft haben ein Anästhesist und ein Pädiater (oder Gynäkologe?)

    1. Szenario: Mann schneidet Hecke im Garten, zuerst wollte der Prüfer Stromunfall abfragen, hat sich aber dann um entschienden, der Patient hatte keinen Stromunfall sondern ist von der Leiter gefallen, 3m, also Sturz aus grosser Höhe. Wurde von Angehörigen schon in die stabile Seitenlage gedreht. Als man ankommt Pat. nicht ansprechbar, noch suffiziente Spontanatmung und tastbare Pulse. Wie gehe ich weiter vor? Immobilisation von HWS mit Stiffneck (hat dann gefragt ob Stiffneck ein 100%iger Schutz vor weiteren HWS-Verletzungen ist, Antwort nein), zusätzlich Spineboard, dann erst Pat auf den Rücken drehen. Jetzt wird die Atmung schwacher, Pat immer noch komatös, was mache ich? Intubation auf dem Rasen oder in den RTW tragen? Soll ich vorher bebeutelt? (Prüfer meinte nicht bebeuteln da Erbrechen und Aspirationsgefahr, was man sonst bis zur Intubation machen soll hat er aber auch nicht gesagt..) Sauerstoffgabe nicht vergessen. Im RTW dann Narkoseeinleitung mit welchen Medikamenten? Hier war alles richtig was ich genannt hatte, ich durfte mir zwei aussuchen, diese musste ich mit Dosierung nennen. Muskelrelaxierung ja/nein, mit was, welche Dosierung. Den GCS des Pat vorrechnen. Was ist beim SHT zu beachten? (RR hoch für Perfusionsdruck) Würde ich bei einem RR von 110 syst. schon Kreislaufmedikamente geben? (hier musste man nur seinen Standpunkt argumentieren, dann gab es kein richtig oder falsch).

    2. Mann mit Thoraxschmerzen, EKG präsentiert, hier sehr eindeutiger STEMI, Lokalisation wurde gefragt (Hinterwand). Welche Medis (ASS, MEX, Morphin, Nitro wenn stabil) hab noch Clopidogrel genannt, das wollten sie nicht, erst Rücksprache mit der weiterbehandelnden Kardiologie halten.

    3. Frau in der 23 SSW, Krampfanfall, welches Krankheitsbild (Eklampsie). Welches Medikament als 1. Wahl (2g Magnesium) wie wird es verabreicht? (als KI über ca. 20 min). Bei Persistenz Benzodiazepine.
    Wozu kann man Mg noch geben? (Torsade de point Tachykardien) Was löst diese aus? (Vergiftungen mit Antidepressiva und Neuroleptika) was sieht man vorher im EKG? (QT-Verlängerung und QRS-Verbreiterung). Bonusfrage! Wozu noch Mg? (Therapieresistenter Status Asthmatikus!). Wie wirkt Magnesium? (Relaxierung der glatten Muskulatur). Dann kamen noch einige weitere Fragen zu Symptomen einer Eklampsie und zum HELLP-Syndrom. Wie sind die Symptome einer Placenta Previa, was kann vorliegen bei einem akuten Abdomen in der SS, was verursacht in der SS vaginale Blutungen. Hier bin ich sehr ins Straucheln gekommen, SS-Notfälle hatte ich nicht in so einem Detaill erwartet...

    Zum Schluss weil noch Zeit war dann wieder Prüfer 1

    - Anaphylaxie, welches ist das wichtigste Medikament, welche Dosierung? (Adrenalin 0,3-0,5 mg i.m.)
    - Kardiales Lungenödem, wie beatmen? (Am besten bereits präklinisch NIV) Sedierung mit Morphin. Welche Einstellungen wähle ich für die NIV-Beatmung? Hier habe ich auch versagt, bin total durcheinander gekommen mit den EInstellungen einer invasiven Beatmung.. Man braucht für die NIV mit CPAP nur FiO2 (100%), PEEP ca. 8 und den kontinuierlichen Druck (ca 8-10 über PEEP..)

    Insgesamt war die Prüfungssituation ok, war freundlich aber nicht all zu entspannt..die Gyn Fragen fand ich schwer, geschenkt war die Prüfung sicher nicht. Trotz der zwei gröberen Aussetzer die ich hatte habe ich aber glaube ich noch ziemlich gut bestanden.
    Viel Erfolg



  3. #23
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    Man braucht für die NIV mit CPAP nur FiO2 (100%), PEEP ca. 8 und den kontinuierlichen Druck (ca 8-10 über PEEP..)
    Das stimmt so nicht ganz,...
    - FiO2 im Notfall 100%, ja, aber wenn 50% reichen (z.B. bei Pat mit Lu-Ödem aber 89% SpO2 unter Raumluft) ist es auch ok.
    - PEEP 8 ok, aber -> der PEEP ist der kontinuierliche Druck, der immer in den Atemwegen gehalten wird (dichtes System vorausgesetzt). Meinst du mit kontinuierlichem Druck evtl den Unterstützungsdruck bei der Spontanatmung (oder P-ASB oder Assist-Support-Pressure oder wie auch immer welche Firma den gerade nennen will)?
    - Wenn du den meinst: Als grober Richtwert ist "8-10 über PEEP" ok, muss man aber dann auch ein bisschen vom erreichten Atemzugvolumen abhängig machen

    Ansonsten: Glückwunsch zur bestandenen Prüfung. Interessante Fragen!



  4. #24
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    Hallo Schlafmilch,

    danke für deine Anmerkung. Beim Fi02 hast du schon recht, man braucht nicht immer 100%, meißt kann man ja eh nur 100% oder Airmix einstellen. Ja, mit "kontinuierlichem Druck" meinte ich Unterstützungsdruck oder P-ASB, mir ist der Begriff gerade nicht eingefallen.

    Liebe Grüsse, K



  5. #25
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