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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo an alle,
    Ich habe im H13 mein Examen gemacht und würde jetzt gerne in Österreich arbeiten. Ich würde gerne an einer der Med Unis eine Diplomarbeit machen um den Dr. med univ zu bekommen. Meine experimentelle Dr.Arbeit in Deutschland ist leider gscheitert und ich will nun am liebsten anfangen zu arbeiten und nicht nebeberuflich in Deutschland eine neue Dr, Arbeit anfangen während ich in Österreich arbeite. Ein Doktoratsstudium der med. wissenschaften kommt für mich auch nicht in Frage, da diese kaum nebenberuflich zu bewerkstelligen sind. Hat jemand von euch also Erfahrungen mit der Konstellation deutscher Abschluss österreichische Diplomarbeit?

    wäre sehr erfreut über Erfahrungsberichte

    LG



  2. #2
    Diamanten Mitglied
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    Ich glaube nicht dass das möglich ist, da die Diplomarbeit in Österreich (im Gegensatz zur Promotion in Deutschland) einfach Teil des Medizinstudiums ist - wenn du also noch nicht fertig wärst, dann könntest du theoretisch (praktisch wäre es wohl extrem schwer das zu tun) deine Studienleistungen anrechnen lassen und dann die Diplomarbeit schreiben um statt des deutschen Abschlusses einen österreichischen Abschluss zu bekommen. Aber da du bereits fertig bist, ist dieser Weg vermutlich nicht einmal theoretisch gangbar.

    Wenn dein Abschluss nicht aus einem anderen EU-Land wäre, dann könntest du eine Nostrifizierung (ein wunderbares Wort - wörtlich die "Verunsrigung") durchführen lassen, und dann den österreichischen Abschluss statt des deutschen Abschlusses führen, aber da dein Abschluss aus einem EU-Land ist, ist eine Nostrifizierung weder nötig noch möglich, siehe http://www.bmwf.gv.at/startseite/stu...mischer_grade/

    Die einzige Möglichkeit wäre IMHO der von dir bereits angesprochene Dr. scient. med., aber der ist vermutlich noch zeitaufwändiger als eine experimentelle Doktorarbeit in Deutschland. (Der Grund für die Einführung des Dr. scient. med. war ja genau der, dass österreichische medizinische Diplomarbeiten sehr dünne Bretter sind.)

    Aber wenn du es ganz genau wissen willst müsstest du mit den drei medizinischen Unis in Österreich Kontakt aufnehmen.



  3. #3
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    Tatsächlich müsstest Du Dich an einer der drei MedUnis inskribieren (inkl. Aufnahmetest & Gebühr), einen Antrag auf Anerkennung von erbrachten Leistungen stellen und dann hoffen, dass Dir alle Studienleistungen anerkannt werden. Das ist allerdings recht unwahrscheinlich, da sich die Medizinstudienpläne in Ö und D in den meisten Fällen unterscheiden (Stichwort weniger Vorklinik, kein 1. oder 2. Abschnitt d.ä.P., Module) und die für die Anerkennungen zuständigen Menschen vermutlich wissen wollen würden, wieso Du einen Studienplatz benötigst, wenn Du doch schon ein abgeschlossenes Medizinstudium aufweisen kannst - und da wäre die Antwort "für den Doktor" nicht übermäßig förderlich.

    Wäre es nicht einfacher, wenn Du an einer Uni in D eine "billige" Dissertation anfangen würdest? Irgendetwas retrospektives, schnell runter getippt? Wenn Du lediglich in Österreich arbeiten willst, sollte das aufgrund EU-Gleichstellung auch so funktionieren; ich habe aber noch nie einen Arzt hier gesehen, der keinen 'Dr.med.univ.' hat. Auch jene Kollegen, die aus D eingewandert sind, haben zumindest den Dr. med. (ohne dem "universae", dem Unterscheidungsmerkmal), aber vielleicht liegt das auch nur an der Uniklinik hier?

    Was Du jedenfalls versuchen kannst, ist noch ein Doktoratsstudium zu betreiben, um einen echten Doktorgrad zu erlangen. Der würde wiederum über dem deutschen Dr.med. stehen. Das dauert jeweils 3 Jahre, wobei Du im Dr.sci.med. klinisch arbeiten kannst (und nebenbei promovieren) oder im PhD-Programm in der Grundlagenwissenschaft (vollzeit, ohne klinischer Tätigkeit).

    Hm. Aber Du könntest Dich für Genaueres per PN melden, ich könnte mich mal hier für Dich erkundigen. Die für die Anerkennungen gesetzlich zuständigen Menschen arbeiten nämlich völlig weisungsfrei und absolutus.



  4. #4
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    Hallo an alle,
    Ich habe eine sehr ähnliche Frage: ich will nun nach abgeschlossenem Studium in Deutschland die Basisausbildung in Österreich machen. Die Ärztekammer hat mir gesagt, mein Studium wird komplett anerkannt, auch wenn ich in Deutschland keine Doktorarbeit gemacht habe. Dennoch habe ich in Österreich noch nie einen Arzt ohne Titel arbeiten gesehen, jetzt frage ich mich ob das wirklich ohne Probleme möglich ist oder ob ich wie DocMarki86 angesprochen eventuell eine Diplomarbeit nachmachen müsste? Hat jemand mit dieser Situation (also ohne Doktortitel in Österreich zu arbeiten) Erfahrungen?

    Würde mich sehr über Erfahrungen freuen!!!

    LG



  5. #5
    Toastbrot im Regen
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    Zitat Zitat von M.H.L Beitrag anzeigen
    Hallo an alle,
    Ich habe eine sehr ähnliche Frage: ich will nun nach abgeschlossenem Studium in Deutschland die Basisausbildung in Österreich machen. Die Ärztekammer hat mir gesagt, mein Studium wird komplett anerkannt, auch wenn ich in Deutschland keine Doktorarbeit gemacht habe. Dennoch habe ich in Österreich noch nie einen Arzt ohne Titel arbeiten gesehen, jetzt frage ich mich ob das wirklich ohne Probleme möglich ist oder ob ich wie DocMarki86 angesprochen eventuell eine Diplomarbeit nachmachen müsste? Hat jemand mit dieser Situation (also ohne Doktortitel in Österreich zu arbeiten) Erfahrungen?

    Würde mich sehr über Erfahrungen freuen!!!

    LG
    Ich hab in Ö. studiert und arbeite jetzt in Deutschland, von daher kann ich dir keinen 1:1 Erfahrungsbericht geben, allerdings glaube ich nicht, dass du durch ein Studium in Deutschland + Diplomarbeit in Österreich den Dr. med. univ. erwerben kannst, da dieser eben nicht nur an die Diplomarbeit gebunden ist, sondern auch an die erbrachten Studienleistungen (Prüfungen der einzelnen Studienabschnitte + PJ + Diplomarbeit). M.E. ist die einzige Möglichkeit, um an den öffentlichen Unis (Privatuni kann ich nix zu sagen) einen Titel zu erhalten, dort ein Doktoratsstudium der medizinischen Wissenschaften (Dr. scient. med.) oder ein PhD-Studium zu machen, was auch (zumindest der Dr. scient med.) berufsbegleitend geht. Dafür allerdings braucht man natürlich einen Job an einer der Universitätskliniken. Soweit ich weiß gibt es nicht direkt einen Mangel an Bewerbern, aber probieren kann man es ja.



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