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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Diamanten Mitglied
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    1. Also es ist wohl je nach Uni unterschiedlich... bei uns kriegt man relativ einfach eine statistiche Arbeit, sie sind aber (fast) nie ausgeschrieben, also musst du bestimmte Professoren oder Arbeitsgruppen anschreiben. Da du keine besondere Ambitionen für einen Fach hast, ist dein Auswahl groß. bei uns gab es viele rein klinisch-retrospektiv/statische Arbeiten in der Inneren, Allgemeinmedizin und in der Notfallmedizin, jedoch die gibt es wirklich in jedem Fach, auch Psychiatrie. Da gibt es allerdings auch recht spannende klinisch-experimentelle Arbeiten.

    2. Es ist nie zu spät. Wenn du es finanziell es leisten kannst, einen Freisemester zu nehmen, empfehle ich es zu machen. Ich hatte eins (weil wir es eben in Curriculum drin haben) und es tat extrem gut von Klausuren wegzukommen. Klar, klinisch-experimentell ist auch unvorhersehbar, aber jetzt mal ehrlich: auch eine statistische Arbeit kann 100% schief gehen. Und dann, im unterschied zu einer schief-gegangene experimenteller Arbeit (wo du mit etwas Glück immernoch sagen kannst: hier, habe so und so viele PCR's gemacht, da kam nichts raus, weil XX und YY, und sich mit einer schlechten Note, aber mit Titel verabschieden), mit leeren Händen stehst.

    3. das Wollen ist sehr sinnvoll, wenn du danach Zeit investieren kannst, desto besser.

    4 und 5. Doktor Arbeit schadet nie, v.a eine fast fertige Dr Arbeit weckt die Interesse an dich. Erforderlich ist es nicht, v.a für Psychiatrie und Allgemeinmedizin, wo es doch sehr viele Stellen gibt.

    6. Es ist noch alles machbar. Du musst nur bereit sein, dass es ganz sicher länger dauert als du es planst. Informier dich sehr gut vor du eine Dr Arbeit annimmst.



  2. #7
    Ldr DptoObviousResearch
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    Wie vorher schon ausgeführt ist es bei einer retrospektiv-statistischen Arbeit entscheidend, dass die Fragestellung so aufgebaut ist, dass das Ergebnis scheißegal ist.

    Dankbar für solche Arbeiten sind immer die Radiologie, wo man bei mehreren hundert Datensätzen irgendwelche obskuren Winkel oder Abstände misst oder die Rechtsmedizin. Bei ersterem verbringt man viel Zeit im Dunkeln vor Bildschirmen und bei letzterem gibt es eine Staublunge vom Wühlen im Archiv. Wenn Du es dann noch schaffst in irgendeiner Form einen gehypten Aspekt mitzunehmen, dann dürfte man absolut safe sein. Genderaspekte wären ein Beispiel, so à la: Von Gesche Gottfried zum Haustyrannenfall: Spiegelt sich der gesellschaftliche Wandel in den Methoden von Mörderinnen wieder? Eine Untersuchung anhand der Fallakten der Rechtsmedizin der Universität X von 1950 bis 2000. Da wäre das Ergebnis völlig schnuppe um es "verkaufen" zu können.

    Entscheidend ist es darüber hinaus einen Eindruck vom Arbeitsaufwand zu bekommen (wie lange brauche ich für einen Datensatz/eine Akte?) und welche Fallzahl ist notwendig und sind dafür genügend Datensätze/Akten im Institut vorhanden.
    Wichtigste Regel der Seepiraterie: Keine grauen Schiffe entern.

    "Die übersteigerte Erwartungshaltung ist bei vielen Menschen leider das Einzige, was sie aufs Kreuz legt."



  3. #8
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    Zitat Zitat von Autolyse Beitrag anzeigen
    Wie vorher schon ausgeführt ist es bei einer retrospektiv-statistischen Arbeit entscheidend, dass die Fragestellung so aufgebaut ist, dass das Ergebnis scheißegal ist.

    Dankbar für solche Arbeiten sind immer die Radiologie, wo man bei mehreren hundert Datensätzen irgendwelche obskuren Winkel oder Abstände misst oder die Rechtsmedizin. Bei ersterem verbringt man viel Zeit im Dunkeln vor Bildschirmen und bei letzterem gibt es eine Staublunge vom Wühlen im Archiv. Wenn Du es dann noch schaffst in irgendeiner Form einen gehypten Aspekt mitzunehmen, dann dürfte man absolut safe sein. Genderaspekte wären ein Beispiel, so à la: Von Gesche Gottfried zum Haustyrannenfall: Spiegelt sich der gesellschaftliche Wandel in den Methoden von Mörderinnen wieder? Eine Untersuchung anhand der Fallakten der Rechtsmedizin der Universität X von 1950 bis 2000. Da wäre das Ergebnis völlig schnuppe um es "verkaufen" zu können.

    Entscheidend ist es darüber hinaus einen Eindruck vom Arbeitsaufwand zu bekommen (wie lange brauche ich für einen Datensatz/eine Akte?) und welche Fallzahl ist notwendig und sind dafür genügend Datensätze/Akten im Institut vorhanden.
    Danke erst einmal für die zahlreichen Antworten.

    Tja heute hatte ich meinen erstes Doktorandenseminartreffen, weil ich ja eine neue Promotion suchen muss, da das Projekt, für welches ich mich im 7. Semester beworben hatte, ins Wasser fiel. Nach Alternativen zu fragen wurde mir versprochen, ich habe bis heute keine Antwort bekommen.

    Ich würde am liebsten eine statistische Arbeit machen, solche Arbeiten gibt es an meiner Uni kaum. Tja wie gesagt, heute erstes Treffen gehabt. Fachrichtung lasse ich unerwähnt. Doktorvater ganz nett, es gibt wohl auch statistische Arbeiten.
    Ein Mitglied der Arbeitsgruppe, fast fertig, demnächst M3, wollte wissen welches Semester ich bin. Ich sagte "8. Semester".
    Dann kam als Aussage: "Für eine klinische-experimentelle Arbeit ist es zu spät. Das dauert bei uns 4x Jahre. Eine statistische Arbeit mindestens 2x Jahre". Ich habe höflich geantwortet, dass ich ein Freisemester nehmen würde. Dann hat er nix mehr gesagt.
    Tja wie es aussieht, ist es tatsächlich zu spät. Was soll ich jetzt machen? Das ist genau so, wie es an meiner Universität ("Elite-Status"), Ort nenne ich nicht, abläuft. Ich kenne einige Freunde von anderen Universitäten, welche ein Freisemester für eine statistische Arbeit nahmen und das alles in gut einem Jahr geschafft haben.

    Ach ja und dann hieß es "während der Assistenzarztzeit brauchst du gar nicht daran denken noch an der Promotion zu schreiben. Schafft man eh nicht".
    Manchmal denke ich wirklich, für was mache ich das eigentlich. Ich hab mich im 7. Semester für das erste Projekt beworben. Ich wusste im 5. und 6. Semester noch nicht wirklich, was mich interessiert. Das erste Projekt wäre perfekt gewesen, aber ist nicht mehr realisierbar Tja und schon ist es tatsächlich zu spät.

    Ich will eine normale statistische Arbeit. Ich will nicht forschen groß, ich will später keine Habilitation anstreben, keine Unikarriere, keine PD/Prof-Titel. Das will ich nicht. Ist das denn so schwer? An anderen Unis geht es doch auch. Aber richtig, ich bin bereits zu spät wohl trotz des Planes ein Freisemester zu nehmen. Da frage ich mich, warum habe ich nicht nach dem 5. Semester angefangen oder im 6. Semester so wie es die Elitemediziner auch machen und 1,5 Jahre verschwendet. Tja, keine Ahnung was ich jetzt machen soll. Statistische Arbeiten sind an einer "Elite-Uni" (Gott kotzt mich das Wort an) wohl sehr schwierig zu finden.



  4. #9
    Jodelschnepfe Avatar von Hoppla-Daisy
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    Uniladneu, meinst du nicht, dass ein Thread dazu reicht? Du musst ja nicht neben dir selbst noch alle anderen wuschig machen



  5. #10
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    Du kannst auch an einer anderen Universität als deiner eigenen promovieren.



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