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  1. #16
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    Zitat Zitat von tarumo Beitrag anzeigen
    Leider ist dieser Unfug überhaupt nicht spaßig, sondern wird allen Ernstes von interessierter Seite der Bevölkerung als Trostpflaster für nicht verfügbare ambulante Termine offeriert.
    Von spaßig hab ich nichts geschrieben und dass es zunehmend angeboten wird, heißt nicht, dass die Entwicklung in dieses Richtung geht.

    Zitat Zitat von tarumo Beitrag anzeigen
    Übrigens gib/gab es auch Kassen (nachzulesen bei Renate Hartwig), die Millionen in die telefonische Fernbetreuung von Diabetikern durch Callcenter (ungewünschte Anrufe zum Lebenswandel etc.) investiert haben.
    Im Gegensatz zur somatischen Beratung ist das wesentliche Wirkmoment einer jeden Psychotherapie die persönliche Beziehung zwischen Therapeut und Patient, die durch kein Medium ersetzt werden kann.



  2. #17
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von rafiki Beitrag anzeigen
    Von spaßig hab ich nichts geschrieben und dass es zunehmend angeboten wird, heißt nicht, dass die Entwicklung in dieses Richtung geht.
    Die Entwicklung "geht" nicht in die Richtung, sie wird gezielt dahin gesteuert. Und zwar von renditegeilen Telematikanbietern mit besten politischen Kontakten, Kassen, die für solche "Leuchtturmprojekte" Geld geben, was anderswo besser eingesetzt wäre, über willige Ärztekammern, die über eine Gesetzesänderung den Weg zur Fernbehandlung freimachen, bis hin zur Aufforderung der Verbraucherzentrale (!) an die Patienten, bei den Ärzten "Druck" zu machen, damit die so was anbieten. Letzteres war erst neulich...Kann man alles nachlesen. "Freiwillig" anbieten tut das ärztlicherseits kaum jemand..

    Zitat Zitat von rafiki Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zur somatischen Beratung ist das wesentliche Wirkmoment einer jeden Psychotherapie die persönliche Beziehung zwischen Therapeut und Patient, die durch kein Medium ersetzt werden kann.
    Das bleibt unwidersprochen und das wissen wir beide, die anderen wissen es auch, aber es wird geflissentlich ignoriert. Das gleiche gilt auch noch für ein paar andere Fächer, wo z.B. der Foetor und Tastung ein wesentliches Diagnostikkriterium ist...
    Aber in einem dichtbesiedelten mitteleuropäischen Industrieland bleibt die Implementierung von Behandlungskonzepten aus dem australischen Outback oder Arktis-Forschungsstationen fast vollständig unwidersprochen ...
    "An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur diejenigen schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
    Erich Kästner, "Das fliegende Klassenzimmer"



  3. #18
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    Zitat Zitat von tarumo Beitrag anzeigen
    Hast Du da belegbare Zahlen dazu? Soweit ich das überblicken kann, leiden viele Radiologien unter Personalmangel. Die arbeitsintensive Großgerätediagnostik wird immer mehr und die Geräte immer schneller, die manpower kann da bei weitem nicht mehr mithalten.
    Erstmal vielen Dank für eure Antworten! Hilft mir wirklich!
    Und nein, "belegbar" nicht, hatte es nur 'mal beim Querlesen entweder hier im Forum oder eines Blogs aufgeschnappt und es blieb mir einfach im Kopf, weil ich es selbst "krass" fand.
    Ich gebe dir Recht, dass durch Automation nicht automatisch jeder Radiologe seinen Job verlieren wird. Vielmehr denke ich aber, dass sich das Berufsbild ändern wird- in Richtung der Interventionen. Und was ich auch für sehr wahrscheinlich halte ist, dass es schwerer wird einen Job außerhalb der Klinik zu finden. Niederlassen ist ja jetzt schon fast unmöglich (allein finanziell), aber ich denke in Zukunft wird es auch in der Summe weniger diagnostische Radiologiepraxen geben, aber vielleicht trügt mich da mein Gefühl auch. Lukrativ ist die Niederlassung nur noch für einige, wenige mit dem nötigen Kapital im Hintergrund

    Wohl aber immer noch lukrativer als die Niederlassung als Psychiater. Vielen Dank nochmal @tarumo für die Ausführungen bzgl. der fast logischen Regressforderungen! Das sind einfach so Dinge, die man als "Anfänger" nicht weiß, nicht bedenkt. Ich denke auch nicht, dass der Beruf einens Psychiaters zeitnah "automatisiert" wird, dafür ist es wohl einfach zu unlukrativ. Wie schon geschrieben wurde, die "leichten" Fälle wird man auch in Zukunft an Hausärtze, Psychologen "verlieren", so dass schlussendlich nur die schwierigen übrig bleiben- und die wird man auch nicht nach Indien outsourcen können.

    Generell muss man sich aber im Klaren sein, dass es wohl dramatische Änderungen für die Niedergelassenen geben wird, wenn man sich die aktuellen politischen Entwicklungen anschaut. Ob das jetzt gut oder schlecht für sowohl die Psychiater als auch für die Radiologen sein wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Laut Lauterbach sollen ja technisch FÄ nicht mehr so überproportional gut vergütet werden- ob das aber im Gegenzug zu einem Anstieg bei den Psychiatern führt vermag ich nicht zu beurteilen, bzw. bezweifel ich.

    Zum Thema Vergütung: Hab aus Interesse mal auf dieser Seite mögliche FÄ "durchgespielt": http://www.karista.de/berufe/psychiater/gehalt/ bzw. http://www.karista.de/berufe/facharz...ologie/gehalt/ Sind die Daten denn realistisch? Bzw. gibt es plausiblere Zahlen?



  4. #19
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    Zitat Zitat von semper_apertus Beitrag anzeigen
    Wie schon geschrieben wurde, die "leichten" Fälle wird man auch in Zukunft an Hausärtze, Psychologen "verlieren", so dass schlussendlich nur die schwierigen übrig bleiben- und die wird man auch nicht nach Indien outsourcen können.
    Das ist eine ziemlich undifferentierte Darstellung. Das psychiatrische Klientel, was man als schwierig zusammenfasst (v. a. chronisch Schizophrene, schwer Suchtkranke und sehr schwer Persönlichkeitsgestörte) machen am Gesamtgut der psych. Hilfe Suchenden, einen kleinen Teil aus, im ambulanten Bereich höchstens 5-10%. Die restlichen über 90% (unter denen sich u. a. viele psychosomatisch Erkrankte und Lebensüberforderte finden) können gar nicht nur von Hausärzten und Psychologen versorgt werden. Was vielmehr zunehmen muss, ist eine differentiertere Aus-, Weiter- und Fortbildung von Psychiatern in Psychotherapie und Psychosomatik, die derzeit kaum vorhanden ist und dazu führt, dass sie in der allgemeinen Medizin- und Psychologiewelt zurecht als Halbärzte angesehen werden, die nichts als "Pillen verschreiben" können.



  5. #20
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    LOL! Das wird ja immer absurder



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