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  1. #26
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    Zitat Zitat von flopipop Beitrag anzeigen
    Lohnt es sich, diese zu erwerben? wie sind da die arbeitsbedingungen? sind die dienste da genauso anstrengend wie in der allgemeinen radio? kann man dort karriere machen (also oa werden, habilitieren usw) oder werden in zukunft die abteilungen mit der allgemeinen radiologie fusioniert und keine kinderradiologen mehr gebraucht?
    ist ja eigentlich eine schöne möglichkeit, eine klinikkarriere zu machen.. und 3 stündige interventionen gibts dort auch nichtoder gibts da einen haken, den ich übersehe?
    Wenig Stellen, genutzt eigentlich nur an großen Kliniken, Da du als Radiologe ja immer auch Kinder beurteilen darfst. Für eine gute Befundqualität bei Kindern sinnvoll.



  2. #27
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Kinderradiologie ist, wie schon ausgeführt, eine Zusatzbezeichung. Expertise ist immer gut, nur ist die Situation so, daß nach meiner Kenntnis weder im stationären noch im ambulanten Bereich die Leistungen besser vergütet werden, als wenn sie ein "Normalradiologe" durchführen würde. Insofern ist das wirtschaftliche Interesse bei potentiellen AG daran "gleich Null". Macht sich nur gut auf der Visitenkarte.
    Bei den Interventionsradiologen ist das ein wenig anders, zumindest im KH können einige recht lukrative DRG beansprucht werden. Ein paar Unterschriften im Logbuch machen noch keinen Interventionsradiologen, solange das noch keine anerkannte Zusatzbezeichung ist, bleibt nur bei Interesse entsprechende Erfahrung erwerben und damit gezielt "Hausieren" gehen. Umgekehrt spielt das für eine Praxistätigkeit keine Rolle.
    Die paar wenigen KH-Kinderradiologen, die ich kenne, "schwimmen" so in den normalen Dienstplänen mit und haben somit genau die gleichen Rahmenbedingungen wie die Kollegen.
    "An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur diejenigen schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern"
    Erich Kästner, "Das fliegende Klassenzimmer"



  3. #28
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von semper_apertus Beitrag anzeigen
    http://www.karista.de/berufe/psychiater/gehalt/ bzw. http://www.karista.de/berufe/facharz...ologie/gehalt/ Sind die Daten denn realistisch? Bzw. gibt es plausiblere Zahlen?
    Die Verträge für angestellte KH-Ärzte sind für alle Fachrichtungen gleich, wenn man was "DRG"-Relevantes kann, darf man aber eher mit einer Beförderung rechnen, oder mehr Poolbeteiligung. Interessant ist in dem Zusammenhang, daß die Stufen für eine AT-Vergütung in den Tabellen je nach AG unterschiedlich hoch liegen. Wobei "AT" jetzt nicht immer von Vorteil sein muß. In den Praxen und z.T. auch MVZ (zumindest solange der MB seine Finger nicht drin hat) sind die Gehälter frei vereinbar und hängen sehr stark von den Rahmenbedingungen vor Ort ab (davon abgesehen, werden die Spielregeln ständig verändert). Es macht also schon einen Unterschied, ob Du in einer fiktive Psychiatrie-Privatpraxis am Starnberger See arbeitest oder als Radiologe in der Uckermark...
    94 000 EUR für einen Facharzt Radiologie würde ich im Ausland nicht Spitzengehalt nennen wollen...
    Und nochmal zum Thema Automatisation:
    -aktuell bist Du ja verpflichtet, einen Gesprächs/Aufklärungsbogen zu unterzeichnen, die Untersuchung mit Facharztstandard zu unterzeichnen und das ganze vielleicht auch nochmal mit KV-Genehmigung, damit Geld fließt. Die Radiologie-OA, die ich kenne, berichten, daß es länger dauert, einen Befund von jemand anders zu korrigieren, als ihn selbst zu erstellen. Es braucht also in jedem Fall einen ganzen Schwung FA/OA für die Abteilung, und ein KH-Geschäftsführer müßte dann entscheiden, ob er 50-100.000 EUR in fragwürdige Software-Applikationen steckt oder doch lieber fürs gleiche Geld zwei Assistenzärzte beschäftigt (die man dann auch noch zum Braunülen legen, Gespräche führen oder ähnliches verdonnern könnte).
    So ähnlich, wie die Automatisation in fast 200 Jahren Eisenbahn nicht über ein paar U-Bahnen und Flughafenshuttles hinausgekommen ist, wird das ganze auch durch die nicht mögliche Standardisation scheitern. Eine Abdomen-Untersuchung z.B. läßt sich praktisch nicht standardisieren, kein Computer der Welt kann aus "Pat. bekannt", "bitte Bericht" "Labor liegt noch nicht vor" oder "Ileus, Ischämie, Steine, Abszess, Tumor" ein brauchbares Protokoll generieren. Und natürlich wird der Progammierer nicht für seinen Algorithmus haften wollen und ein Radiologe, der klar im Kopf ist, auch nicht für Entscheidungen der Maschine unterschreiben wollen. Von der Auswertung ganz zu schweigen.
    Als Ausnahme sehe ich Programme (gibt es schon), die z.B. eine übersichtliche und standardisierbare Untersuchung wie ein CCT im Rahmen der Stroke-Diagnostik auswerten. Der Computer kann ein ischämiesuspektes Areal in ein paar sec. erkennen, das ganze geht dann per smartphone zu einem ebenfalls nicht vor Ort anwesenden Neurologen und der gibt dann Handlungsanweisungen. Ich glaube, wenn sich das durchsetzt, werden 1000e von Radiologen nachts wieder ruhig schlafen können Aber in deutschen Kliniken wird das eher nicht kommen: es muß ja ohnehin jemand eingeteilt werden, und da Radiologen eher BD arbeiten und nicht Schichtdienst, ist es auch für die Klinik supergünstig (Stichwort: "Minusstunden"). ich glaube nicht, daß irgendein Geschäftsführer einer deutschen Klinik einen hohen fünfstelligen Betrag für eine Software + Wartungskosten ausgibt, damit das ärztliche Personal nachts nur noch halb so oft geweckt wird...
    Bestes Beispiel für Automatisation in der Medizin sind die Labormediziner (außerhalb vom KH). Da wird über Hunderte Kilometer Blut oder andere Patiententeile eingesammelt und das ganze landet dann in vollautomatischen Laborstraßen. Trotzdem werden gerade die sehr stark gesucht (und dürften nach meiner persönlichen Einschätzung mit Abstand die besten Gehälter aller angestellten FA bekommen). Der Grund ist simpel: ohne entsprechendes Volumen an angestellten FA, auf die man dann die KV-Genehmigungen laufen lassen kann und damit Geldfluß auslösen (der -nebenbei gesagt- unbudgetiert und damit sehr ordentlich ist) kann, bringen alle Automaten nichts. Ich habe auch noch nie von einem Anruf von einem Kollegen aus so einer Laborfabrik gehört, geschweige denn auf einer Tumorkonferenz oder so einen gesehen.
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  4. #29
    Dunkelkammerforscher
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    Also die Algorithmen zur ASPECTS Bestimmung im CCT vertun sich sobald die Anatomie abweicht und brauchen nicht Sekunden sondern eher mehrere Minuten (Die ich bisher gesehen habe). Da bin ich wesentlich schneller....



  5. #30
    head & shoulders Avatar von tarumo
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    Zitat Zitat von FirebirdUSA Beitrag anzeigen
    Also die Algorithmen zur ASPECTS Bestimmung im CCT vertun sich sobald die Anatomie abweicht und brauchen nicht Sekunden sondern eher mehrere Minuten (Die ich bisher gesehen habe). Da bin ich wesentlich schneller....
    Ja, richtig, es ging aber nicht um das hier und heute, sondern um die Zukunft in 15, 20 Jahren. Da geht es sehr wahscheinlich schon schneller und mit weniger Fehlern. Ob sich der Neurologie die Entscheidung für ´ne Lyse von einer Maschine abnehmen läßt, ist dann die andere Frage. Ich bleibe dabei: die Automatisation ist ein Segen in der Laien- und "Nichtexperten"-Hilfe (wie AED), ansonsten werden weiterhin Menschen das Sagen haben, ganz egal was Industrie und Politik behaupten. Und schon gar nicht würde ich die Fachrichtungswahl von deren Gerede abhängig machen.
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