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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #11
    agitiert Avatar von Arrhythmie
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    Zitat Zitat von Feuerblick Beitrag anzeigen
    Diese Mentalität „Ach, heute nicht, vielleicht morgen... weil Papa Staat muss mir ja alles ermöglichen“ finde ich total daneben.
    Find ich schon krass, dass Du einfach mal prophylaktisch alle über einen Kamm scherst. Das ist so ungefähr wie "Sind die Leute mit `nem Abi jenseits der 1,5 halt selber Schuld, hätten die sich einfach mal mehr angestrengt, waren halt zu faul." Ohne jegliche andere Gründe in seine Überlegungen miteinzuschließen.
    Weisst Du, selbst wenn es so ist, dann ist es immer verdammt einfach zu sagen, "hätte ich halt Pech gehabt", wenn man eben nicht Pech hatte und wenn man in seinem gemachten Nest sitzt. (Mich davon mal nicht ausgenommen)

    Ich finde, dass man da auch mal ein bisschen weniger hart formulieren kann.
    Dem DM2 Patient kannst Du auch nicht vor den Latz knallen, dass er ja selber Schuld ist an seiner Krankheit. Also, kannst Du schon, ist dann halt die Frage ob der nochmal in die Praxis kommt bzw. ob die Praxis nach nem Jahr noch läuft wenn Du es bei den Pat so machst Man macht sich vielleicht auch mal mehr Freunde, wenn man die Dinge etwas weniger harsch formuliert.
    Vieles ist ja wahr, was ihr schreibt.
    "Sometimes I sit quietly and wonder why I am not in a mental asylum. Then I take a good look around at everyone and realize.... Maybe I already am."











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  2. #12
    Summsummsumm Avatar von Feuerblick
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    Erstens ist ein „schlechtes“ Abi was anderes als eine möglicherweise multifaktoriell bedingte Erkrankung.

    Und zweitens: Ja, ich bin der Meinung, dass man auch ein „schlechtes“ Abi schlichtweg hinnehmen sollte, statt rumzujammern, dass man aber doch von Studiengang XYZ schon IMMER geträumt hat. Hätte man das, hätte man sich halt angehen, was ändern oder sich vom Traum verabschieden müssen. Ich bin zudem der Meinung, dass es in unserer Welt viel mehr Menschen geben sollte, die Dinge direkt ansprechen wie sie sind. „Du hast dich anders entschieden/Dein Abi ist zu schlecht - leb damit, man kann nicht alles haben“. Dabei ist es komplett egal, welche Faktoren da mit reinspielen. Es gäbe ja Möglichkeiten von Härtefallausgleich etc, wenn diese Faktoren tatsächlich objektiv nachweisbar wären und nicht nur subjektives Mimimi sind.

    Vielleicht würde es auch dem Diabetiker helfen, wenn man ihm unverblümt erklärt, dass ihn Sahnetorte, wenig Bewegung und schlechte BZ-Einstellung bei fehlendem Krankheitsbewusstsein umbringen werden... mit allem, was an Komplikationen vorher dazugehört. Viele Menschen glauben nämlich eher den netten Aspekten und nicht den ernsten.
    Das ist nicht harsch formuliert sondern die Wahrheit ohne die ganzen Blümchen drumherum. Meine Patienten waren übrigens immer ganz zufrieden mit meinen Formulierungen.
    Erinnerung für alle "echten" Ärzte: Schamanen benötigen einen zweiwöchigen Kurs mit abschließender Prüfung - nicht nur einen Wochenendkurs! Bitte endlich mal merken!

    „Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.“ (Matthias Claudius)



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  3. #13
    Göttingen Registrierter Benutzer
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    Selbst als älterer Studieninteressierter kann man ja ins Ausland gehen oder an Privatunis. Ein Weg, der jedem offen steht, auch wenn das Abi etwas schlechter ist. Ich bin auch der Meinung, dass man selber Verantwortung tragen kann, wenn es für die "normale" staatliche Zulassung nicht reicht. Der NC in Medizin ist lange bekannt, da muss man sich als Abiturient eben anstrengen, die Schule wechseln, freiwillig wiederholen etc. oder eben die anderen Möglichkeiten nutzen. Habe ich ja auch, weil ich in der Schule nicht genug getan habe. War meine eigene Verantwortung und ich habe nie rumgejammert.
    Viele scheitern ja schon an der Informationsbeschaffung und das ist heutzutage ja wirklich einfach.



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  4. #14
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    Eben, es gibt ja nach wie vor sehr bequeme Lösungen:

    In Österreich kann sich jeder mit Abi bewerben und wird nicht durch ein eventuell schlechtes Abi in der Vergabe zurückgehalten, muss keine Studiengebühren zahlen. In Humanmedizin gibt es halt die Quotenregelung, aber in Zahnmedizin inzwischen nicht einmal mehr das.

    Und falls man bereits ein Studium absolviert hat kann man z.B. durch ein Medizinstudium im UK in nur fünf Jahren die deutsche Approbation bekommen (vier Jahre graduate entry medicine plus FY1 für die Approbation), also im Vergleich zu einem Studium in Deutschland 1,5 Jahre früher starten (und schon 2,5 Jahre früher wieder ein Gehalt haben).

    Der Vergleich mit der Krankheit ist IMHO völlig deplatziert, erstens weil es bei den meisten Erkrankungen auch Faktoren gibt, die man eben nicht selbst beeinflussen kann (auch bei DM2!) und zweitens weil "Nicht in Deutschland Medizin studieren können" eben doch was anderes als eine Erkrankung ist

    Dass es für die "Oldies" schwerer wird, kann man durchaus kritisieren, aber die Politik ist darüber bestimmt erfreut (da effizienter).



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  5. #15
    agitiert Avatar von Arrhythmie
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    Zitat Zitat von davo Beitrag anzeigen

    Der Vergleich mit der Krankheit ist IMHO völlig deplatziert, erstens weil es bei den meisten Erkrankungen auch Faktoren gibt, die man eben nicht selbst beeinflussen kann (auch bei DM2!) und zweitens weil "Nicht in Deutschland Medizin studieren können" eben doch was anderes als eine Erkrankung ist
    Deiner Meinung nach. Ich hab eine andere.
    Es gibt auch Dinge -außerhalb von Krankheiten- die multifaktoriell bedingt sind bzw. nicht selber "verschuldet". Genügend. Ansonsten ist der Vergleich für mich genauso platziert/deplatziert wie der Sport Vergleich.

    Wie auch immer. Ich sagte ja schon mehrmals - im Grunde habt ihr nicht unrecht. Vor allem nicht, was die Möglichkeiten angeht, ins Ausland zu gehen.

    Zu Feuerblick noch: Ich habe nicht von Dir und Deinen Patienten gesprochen, da ich weder Dich noch Deine Patienten kenne... Du musst Dich also persönlich nicht angegriffen fühlen. Das war lediglich ein Beispiel. Ganz unabhängig von Deiner Person.
    Ich finde einfach, man kann Dinge so und so formulieren. In dem Fall wär ich eben eher für eine etwas "weichere" Formulierung.

    Auch hab ich nirgends von den Leuten mit "großem Traum" geschrieben, die "schon immer" Medizin machen wollten. Sondern einfach von den spät berufenen allgemein...
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