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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #16
    the day after
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    Zitat Zitat von Arrhythmie Beitrag anzeigen

    Auch hab ich nirgends von den Leuten mit "großem Traum" geschrieben, die "schon immer" Medizin machen wollten. Sondern einfach von den spät berufenen allgemein...
    Man kann nicht alles erreichen, was man so will.
    Und der Staat muss Sorge dafür tragen, dass Studienplätze Medizin möglichst viel Ärzte generieren, die im System möglichst lange arbeiten können. Und der 50jährige Absolvent tut das nun mal bedeutend kürzer als der jüngere Absolvent.

    Wer mit seinem Traum nicht abschliessen kann, hat immer noch die Möglichkeit ins Ausland zu gehen - oder eben mit den Konsequenzen früherer Entscheidungen zu leben und sich, sofern eigene Kompensationsmechanismen hierzu nicht genügen, sich Professionelle Hilfe zu organisieren.



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  2. #17
    agitiert Avatar von Arrhythmie
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    Du, ich verstehe das schon. Ich hab nicht umsonst Wirtschaft studiert.

    Dass zB gerade ein Zweitstudent ein finanzieller Totalschaden für Väterchen Staat ist, da sind wir uns einig. Sind aber so einige andere Menschen auch. Und die Welt besteht halt nicht ausschließlich aus dem (im Optimalfall) 23-jährigen, fertig studierten, im Ausland gewesenen jungen Erwachsenen mit 5 Jahren, ach was schreib ich, 10 Jahren Berufserfahrung und gelecktem Lebenslauf. Das hat "die Politik" auch zu schlucken und bisher hat es im Zulassungsverfahren für Medizin beispielsweise auch niemanden interessiert wie alt der Studienbewerber ist/war. Da interessierte die Leistung. (Sei es in guten Noten ausgedrückt, oder im sich den Hintern wund warten, oder bei den Zweitstudenten eben übers erste Studium. Aber das Alter an sich war da sehr irrelevant und eher das Sekundärergebnis bei den Wartern und Zweitstudenten.)

    Euer fiktiver Studienbewerber wird übrigens immer älter. Jetzt ist er schon 50 als Absolvent. Vorhin war er doch erst 40 bei Studienbeginn. Naja vielleicht schon die Jahre mit eingerechnet, die er länger fürs Studium braucht... Wie dem auch sei.

    Mein einziges Ansinnen war, dass man sich nochmal in Gedanken ruft, dass es durchaus auch bereichernde Spätberufene gibt, dass im Leben nicht immer alles Optimal läuft (auch nicht immer selbstverschuldet) - dass man natürlich trotzdem die Konsequenzen tragen muss, ganz klar. Aber dass man Dinge trotzdem auch mal freundlicher und weicher formulieren kann (wenn man will), auch wenn man im gemachten Nest sitzt und das Thema für einen selber keine Relevanz (mehr) hat.


    EDIT: Um möglichst viele Ärzte zu generieren, die möglichst lange im System arbeiten brauchts etwas mehr als ein anderes Zulassungsverfahren, denn ich bezweifle dass "der perfekte Medizinstudent" heutzutage möglichst lange im System bleibt... Warum haben wir denn einen Ärztemangel? Sicherlich nicht weil wir zuviele Wartezeitstudenten oder Zweitstudenten haben und zu wenig junge Hüpfer. Letztere gehen ja auch ganz gern mal ins Ausland, haben keinen Bock auf Landarzt-Dasein bzw. gehen forschen... Das nur nebenbei.
    Was der Staat will und was er bekommt sind halt zweierlei Paar Schuhe.
    Geändert von Arrhythmie (28.05.2018 um 18:22 Uhr)
    "Sometimes I sit quietly and wonder why I am not in a mental asylum. Then I take a good look around at everyone and realize.... Maybe I already am."











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  3. #18
    the day after
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    Es mag bereicherndere Spätberufene geben, aber muss deswegen jeder, der das wünscht mit 40 zugelassen werden? Ist das sinnvoll?
    Nochmal: bin selbst spätberufen, ich bin sicher gut, in dem was ich tue - aber das sind viele andere auch. Die Welt würde sich sicher ohne mein medizinisches Zutun weiterdrehen.

    Auch ich trage Konsequenzen für frühere Entscheidungen und Entwicklungen mit denen ich jetzt leben muss und auch nicht verändern kann. Ist so, kann ich nix machen, muss ich damit leben.
    Ein Medizinstudium ist jetzt nichts, ohne das man nicht leben kann. Und wenn man doch feststellt, dass es nicht ohne geht, dann versucht man es im Ausland (wobei da bei vielen schon wieder ein NEIN kommt, weil Ausland und nicht in der Nächstliegenden Stadt).

    P.S. Zu dem Absolventen mit 50: zumindest meine späteberufenen Kommiltonen haben das Studium dank Arbeit und zum Teil auch Familie nicht in Regelstudienzeit geschafft.

    P.P.S. Weicher formulieren - dann kommt beim Gegenüber leider nicht das an, was ich gesagt habe - man behält den minimalem positiven Teil und blendete das Restliche aus. Und nachher heißt es, das hätte man ja nie gesagt.



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  4. #19
    agitiert Avatar von Arrhythmie
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    Keine Ahnung ob es sinnvoll ist. Für wen? Für den Zugelassenen sicherlich, ob es das für das Allgemeinwohl ist bleibt immer abzuwarten. Es gibt allerdings noch viele weitere "sinnlose" Dinge die der Staat sich so leistet und sicher auch noch weitaus sinnlosere, als `nen älteren Menschen zum Studium zuzulassen. Da drehen wir uns halt im Kreis. Wenn der alte Student ne Landarztpraxis aufmacht oder übernimmt ist er vermutlich "sinnvoller" als der 25-jährige Absolvent der nach einigen Jahren ins Ausland abwandert weil er kein Bock mehr auf das Arbeiten in Deutschland hat. Aber weißt Du es im Vorfeld sicher? Nein. Deshalb ist sowas müßig. Ich beschrieb ja bereits den "Idealfall" Mensch, den man so gerne hätte (als Staat) - Aber, das Leben ist kein Ponyhof (um mal Eure Deutlichkeit zu übernehmen) und Menschen tun bisweilen komische Dinge...

    Zitat Zitat von Solara Beitrag anzeigen
    Und wenn man doch feststellt, dass es nicht ohne geht, dann versucht man es im Ausland (wobei da bei vielen schon wieder ein NEIN kommt, weil Ausland und nicht in der Nächstliegenden Stadt).
    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Sicherlich ist einer der Gründe da meist die Unflexibilität aufgrund der Familie/des Jobs. Aber das ändert natürlich nichts an der Tatsache dass sowas dann halt in der Situation nicht geht und man sich dann entscheiden muss. Ganz klar.

    Was den Rest angeht: Ich denke man kann etwas auch sehr bestimmt und trotzdem etwas weicher formulieren. Der einigermaßen intelligente Mensch wird es verstehen und der Rest, tja, der versteht ja auch oft ein "Nein" als "Ja"... Und manche wollen es halt auch nicht verstehen.

    Übrigens sind zumindest bei mir im Semester mega viele "Junge", die ein Freisemester wegen Promotion, Urlaub etc. nehmen. (Oder was ich auch letztens gehört habe "Ich fühl mich noch zu jung und hab noch keine Lust so bald zu arbeiten...." ok...) und sehr viele "Ältere", die -so wie ich auch- trotz Familie in Regelstudienzeit sind. Meine Promotion mach ich übrigens neben Familie und Studium - Ohne Freisemester.
    Aber - das ist ja nur unsere persönliche Erfahrung. Mit unseren n=1-4 Studien können wir glaub keinen Blumentopf gewinnen. Wollts nur mal als Gegendarstellung aufführen.
    Geändert von Arrhythmie (28.05.2018 um 18:45 Uhr)
    "Sometimes I sit quietly and wonder why I am not in a mental asylum. Then I take a good look around at everyone and realize.... Maybe I already am."











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  5. #20
    Göttingen Registrierter Benutzer
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    Ob wir überhaupt einen Ärztemangel haben oder nur eine fehlverteilung, ist ja auch diskussionswürdig.

    Ein Student, der mit 17 oder 18 das Studium beginnt, ist eben auch mit mehreren Freisemestern deutlich länger auf dem Arbeitsmarkt.
    Über die Zweitstudiumquote werden ja besonders vorgebildete Leute zugelassen.



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