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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
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    Hallo,

    ich bin mit dem Abi durch und muss eine Wahl treffen.

    Am intensivsten habe ich mich die letzten Monate mit dem Arztberuf befasst. Zwar keine Prakita, aber ich habe viel gelesen, Reportagen und Dokus geguckt und auch Erfahrungsberichte gelesen.

    Ich möchte sehr ungerne OPs jeglicher Art machen oder andere direkte Eingriffe am Patienten unternehmen. Ich könnte mir am Arztberuf nur eine beratende Tätigkeit vorstellen, bei der ich mit Patienten spreche und ihnen bei ihren gesundheitlichen Problemen durch Tipps etc. helfe.

    Ein anderer Punkt ist, dass ich vor dem, was man im Medizinstudium lernen muss ein mulmiges Gefühl habe. Ich habe mir von Thieme ein paar Anatomie Bücher online angeguckt. Eine Abbildung hat gefühlt 50 abstrakte lateinische Begriffe, die Strukturen zugeordnet werden, die man meist nur schwer voneinander unterscheiden kann und von diesen Strukturen gibt es vielleicht tausend, die man lernen muss? Und das ist ja nur Anatomie. Dazu kommt noch die Beschreibung von genauer Lage und Funktion im Text. Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich schon sehr aufwendig war, alle Sachen in Ökologie, Evolution und Genetik fürs Abi zu lernen und manches habe ich jetzt schon wieder vergessen, aber als Arzt sollte man ja nicht so schnell zumindest nicht das wesentliche vergessen?

    Ich weiß, das Studium ist nie leicht und der Beruf ist das Ziel, aber kann man es wirklich so außer Acht lassen?

    Leider habe ich zum Medizinstudium nicht so viele Alternativen, die mich außerordentlich faszinieren. Faszienieren tue ich mich sehr für gesellschaftliche, volkswirtschaftliche und politische Themen aber im gesundheitlichen Bereich vorallem für Krankheiten und Ernährung.

    Danke



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  2. #2
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    Man muss als Arzt (zum Glück) nicht unbedingt operieren, das möchte ich nämlich auch nicht. Gerade z.B. in der Psychiatrie sind invasive Eingriffe selten.

    Aber ja, man muss eine Menge lernen, und nicht alles davon erschliesst sich einem gleich sofort. Man muss durchaus bereit sein, da auch Zeit und Effort zu investieren, sonst wird es nämlich nichts.

    Und: du solltest dich nicht primär fragen, was du studieren möchtest, sondern welchen Job du später machen möchtest. Man studiert vielleicht 4-6 Jahre, Arbeiten wird man 40.



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  3. #3
    Randale und Hurra!
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    Zitat Zitat von Ezmon Beitrag anzeigen
    Am intensivsten habe ich mich die letzten Monate mit dem Arztberuf befasst. Zwar keine Prakita, aber ich habe viel gelesen, Reportagen und Dokus geguckt und auch Erfahrungsberichte gelesen.
    Sinnvoller wären tatsächlich Praktika gewesen. Dokus/Reportagen, egal wie gut sie sind, werden einem niemals einen realen Eindruck geben können. Erfahrungsberichte kann nur wirklich einordnen, wenn man bereits eine gewissen Vorstellung hat, was einen erwartet bzw. erwarten sollte. Zumal Erfahrungsberichte höchst individuell sind. Was der Eine total super findet, findet der Andere nur ätzend.

    Ich möchte sehr ungerne OPs jeglicher Art machen oder andere direkte Eingriffe am Patienten unternehmen. Ich könnte mir am Arztberuf nur eine beratende Tätigkeit vorstellen, bei der ich mit Patienten spreche und ihnen bei ihren gesundheitlichen Problemen durch Tipps etc. helfe.
    Willst du nur nicht operieren oder willst du generell nicht aktiv am Patienten werden? Was ist mit Blutabnehmen? Zugänge legen? Untersuchungen?

    Man kann sicher auch Arzt sein ohne zu operieren. Niemand wird in ein chirurgisches Fach gezwungen. Es gibt viele Ärzte, die in ihrem Leben niemals einen Patienten operiert haben.

    Schwierig wird es allerdings, wenn du wirklich gar nicht aktiv am Patienten tätig werden willst. Das schränkt dich Fachrichtungsauswahl enorm ein. Bleiben im Prinzip nur patientenferne Fächer wie Mikrobiologie, Pathologie, Labormedizin etc. Da hat man dann aber meistens auch gar keinen Kontakt zu Patienten.

    Sich nur die Probleme der Patienten anhören und dann ein paar Ratschläge geben, wird im Arztberuf nicht möglich sein. Selbst in der Hausarztpraxis oder Psychiatrie/Psychosomatik, wo viel übers Reden läuft und man verhältnismäßig wenig am Patienten tätig wird, muss doch immer mal wieder aktiv am Patienten arbeiten. Wenns dir rein ums Zuhören und Beraten geht, wärst du vielleicht in der Psychologie oder Sozialarbeit besser aufgehoben.


    Ein anderer Punkt ist, dass ich vor dem, was man im Medizinstudium lernen muss ein mulmiges Gefühl habe. Ich habe mir von Thieme ein paar Anatomie Bücher online angeguckt. Eine Abbildung hat gefühlt 50 abstrakte lateinische Begriffe, die Strukturen zugeordnet werden, die man meist nur schwer voneinander unterscheiden kann und von diesen Strukturen gibt es vielleicht tausend, die man lernen muss? Und das ist ja nur Anatomie. Dazu kommt noch die Beschreibung von genauer Lage und Funktion im Text. Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich schon sehr aufwendig war, alle Sachen in Ökologie, Evolution und Genetik fürs Abi zu lernen und manches habe ich jetzt schon wieder vergessen, aber als Arzt sollte man ja nicht so schnell zumindest nicht das wesentliche vergessen?
    Das Wesentliche vergisst einfach Arzt auch nicht. Weil er es täglich braucht und man sich diese Dinge dann halt einfach irgendwann merkt. Vieles kann man aber eben auch als Arzt getrost wieder vergessen (und wird es auch!). Und vieles kann man bei Bedarf auch einfach nachlesen.
    Außerdem wächst man mit seinem Aufgaben. Die wenigsten Medizinstudenten können sich ernsthaft vorstellen, dass alles was in einem Anatomiebuch steht, irgendwann mal in ihren Kopf sein sollte. Und dennoch hält der Großteil dieses Studenten irgendwann man einen Anatomieschein in der Hand, der beweist, dass es eben doch irgendwie geht. Und irgendwann ist das Studium rum und man blickt fasziniert auf die Menge an Dingen, die man im Laufe der Jahre so gelernt und auch behalten hat.

    Ich weiß, das Studium ist nie leicht und der Beruf ist das Ziel, aber kann man es wirklich so außer Acht lassen?
    Kommt drauf an. Es gibt für wirklich vieles in der Medizin eine Nische und niemand muss zwingend Chirurg werden, wenn er das nicht möchte. Man sollte sicher aber im Vorfeld durchaus mal fragen, was genau man sich unter dem Beruf des Arztes so vorstellt und ob die eigenen Vorstellungen überhaupt mit der Realität zusammenpassen. Sonst endet man früher oder später doch als frustrierter Assistenzarzt, der sich fragt, was genau er da eigentlich macht.

    Und man sollte eben auch bedenken, dass so ein Studium nicht einfach so rumgeht. Es gibt zwar später im Beruf viele Arten, Arzt zu sein aber im Studium wird man an OP-Sälen, invasiven Maßnahmen etc. nicht gänzlich vorbeikommen. Zwar kann man sich durch geschichte Famulatur/PJ-Wahl sicher um vieles drücken aber manche Sachen werden einem nicht erspart bleiben. Deshalb frage ich, ob es nur ums operieren gehet (da kann man sicher drumherum kommen) oder ob du allgemein nicht am Patienten tätig werden willst. Denn letzteres wirst die im Laufe des Studiums und auch als Assistenzarzt durchaus müssen.



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  4. #4
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    Ich würde ein Praktikum im KH empfehlen.

    Man muss als Arzt nicht zwangsläufig im OP tätig werden.

    Man gewöhnt sich an das erhöhte Lernpensum.



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  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Rettungshase
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    Ein Praktikum wäre auch meine Empfehlung gewesen.

    Hier noch ein lesenswerter Artikel beispielhaft an einer Weiterbildungsassistentin für Innere: http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...a-1213586.html
    I can't fix stupid but I can sedate it.



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