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Auswahlgesprächsprotokoll Detail

 
Auswahlgesprächsprotokoll:
Protokoll eingefügt 03.09.2019
Ort/Uni:  Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Semester:  WS 2019/20
Anzahl Prüfer:  2-4
   
Atmosphäre:  eher gespannt
Dauer:  1 Std.
Note:  0
Kleidung:  gehobene Freizeitkleidung
Gespräch: 
Die Auswahlkommision wurde zunächst zugelost und ebenso zufällig erhielten wir vormittags die Termine für das Gespräch. Die geforderten Dokumente wurden vor der Zulosung eingesammelt bzw. mussten abgegeben werden. Die Kommisionen hatten dann vor dem Gespräch ca. 10min Zeit die Dokumente zu lesen. Das Gespräch selbst dauerte ca. 20-25min.
Das Gespräch wurde von zwei Professoren der Uni geführt, die zu gleichen Teilen mit am Gespräch beteiligt waren, wobei nur einer der beiden Notizen gemacht hat. Es gab keine „Good Cop - Bad Cop“ Situation, eher war es so, dass beide in ihren Rollen etwas wechselten. Mal wurde das Gespräch etwas lockerer geführt, mal wurde ich mit sehr spezifischen Fragen eher eindringlich herausgefordert.
Gefragt wurde direkt zum Einstieg, warum ich Medizin und warum an der Uni Greifswald studieren möchte. Da ich die „Community Medicine“ und „Individualisierte Medizin“ erwähnte, wurde ich auch spezifischer danach gefragt, was ich mir darunter vorstelle. Die Fragen wurden in diesem Rahmen immer spezifischer vor allem in Richtung Epigenetik gelenkt. Hier kamen sehr fachliche Fragen auf, die natürlich nicht wirklich beantworten konnte, sondern nur ehrlich das erzählen konnte, was ich vermute oder bereits wusste. Ich kann mir vorstellen, dass sie hier einfach sehen wollten, wie ich mit solchen Fragen umgehe und nach meiner Authentizität schauen.
Auch wurde ich nach aktuellen gesundheitspolitischen Problemen befragt. Darauf aufbauend wurde ich näher zum System der Krankenkassen, des Solidaritätsprinzips und zu Vor- und Nachteilen von privaten Krankenversicherungen aus ärztlicher Sicht und Patientensicht befragt.
Ich konnte nicht alles beantworten, habe an diesen Stellen nachgefragt und mir erklären lassen und daraufhin im Kontext weitererzählt.
Desweiteren wurde ich gefragt, wie ich damit umgehe, nach vier Jahren (FSJ und Ausbildung) nun intensiv zu lernen und wie ich mit dem hohen Lernpensum umgehen würde. Außerdem, ob ich es mir vorstellen kann auch während des Studiums in meinem bisherigen Beruf weiterzuarbeiten.
Ich wurde nach meinen Schwächen gefragt und nach meinen größten Erfolgen in letzter Zeit. Wie ich mich gegenüber (vor allem männlichen Kollegen) durchsetze und ob ich damit bisher Probleme hatte. Ob ich für mein FSJ von zuhause ausgezogen bin und wo ich gewohnt habe/ aufgewachsen bin. Wieso ich mein Auslandsjahr spezifisch in diesem Land gemacht habe, wie gut ich die Sprache gelernt habe und ob ich die Sprache noch spreche. Dann wurde ich gefragt, wo ich mich in sechs Jahren sehe. Zuletzt wurde ich nach meinen bisher belastendsten Erfahrungen im Beruf befragt und wie ich damit umgegangen bin.
Ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen, da es schon sehr viele und zum Teil sehr tiefreifend fachliche Fragen waren.
Am Schluss haben sie mir noch die Chance gegeben, selbst Fragen zu stellen.
Der Tag war ehrlich gesagt etwas ermüdend, da ich eines der letzten Gespräche des Tages hatte und die Wartezeit sich gefühlt sehr gezogen hat. Richtig toll war daher der Stand der Fachschaft, an der es Getränke, Snacks und vor allem aufbauende Gespräche und Erfahrungsaustausch gab. Das hat die ein oder andere Angst bei einigen genommen, so wie ich den Eindruck hatte.
Nun warte ich auf mein Ergebnis.

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