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Doktorarbeit in der Vorklinik

Auf geht es nach dem Physikum

MEDI-LEARN Redaktion

Viele können sich ein Medizinerdasein ohne die zwei Buchstaben vor dem Namen kaum vorstellen. Der Weg zum Physikum ist lang und beschwerlich, aber danach geht es endlich in die Klinik. Und endlich wird auch die Doktorarbeit. Manch einer fragt sich, ob er wirklich so lange darauf warten muss oder ob ein Promotionsbeginn nicht schon in der Vorklinik möglich ist. Im MEDI-LEARN Forum wurde eine Umfrage zu dem Thema gemacht und das Thema ausführlich diskutiert. Das Ergebnis fiel deutlich aus.

Ganze 84 Prozent der Umfrageteilnehmer waren der Ansicht, dass es nicht sinnvoll sei, bereits in der Vorklinik eine Doktorarbeit zu beginnen, erst recht nicht in einem vorklinischen Fach. Nur 16 Prozent hielten dagegen und sprachen sich für die Eignung der vorklinischen Fächer zur Forschung aus. Die von der Umfrage vorgegebenen Antworten wurden im Diskussionsverlauf weiter ausdifferenziert und von verschiedenen Seiten beleuchtet.

Ein Befürworter von vorklinischen Doktorarbeiten wies erst einmal darauf hin, dass es ja möglich sei, in der Vorklinik eine Doktorarbeit in einem klinischen Fach zu beginnen. Gleichzeitig gaben andere Teilnehmer zu bedenken, dass die Promotionsordnungen vieler Universitäten die Aufnahme einer Doktorarbeit vor einem bestandenen Physikum gar nicht erst erlauben würden. In einem solchen Fall wäre natürlich jede Überlegung zu einer vorklinischen Promotion hinfällig.
Ein weiteres Argument der Befürworter war, dass in der Vorklinik leichter Zeit zu finden sei. Dies begründeten sie damit, dass vorklinischer Vorlesungsstoff sich zu Hause einfacher angeeignet werden könne und ein Vorlesungsbesuch daher nicht zwingend sei. In der Klinik gäbe es die Erfahrung, dass Hinweise der Dozenten während der Vorlesung für die Prüfung nötig seien und daher besser nicht verpasst werden sollten. Das schränke aber den zeitlichen Spielraum in der Klinik ein, während er in dieser Hinsicht in der Vorklinik größer sei. Die Frage nach der verfügbaren Zeit nahm anschließend breiten Raum in der Diskussion ein.

Viele Nutzer fragten sich, wie sie in den vorklinischen Semestern überhaupt die Zeit für eine Promotion finden sollten. Die Stundenpläne seien voll und neben zahlreichen Klausuren stehe einem ja auch das „große“ Physikum bevor. Da helfe es nicht weiter, Vorlesungen ausfallen zu lassen. Anders sehe es aus, wenn sich das Physikum verschiebe und Wartezeit entstehe. Vereinzelt berichteten Teilnehmer davon, dass sie in einem oder zwei „Leersemestern“ bereits einen Teil ihrer Doktorarbeiten begannen und auf diese Weise ein entspanntes Arbeiten möglich gewesen sei. Sie hätten die Arbeit so über einen längeren Zeitraum verteilen können. Allerdings sei es wichtig, das Augenmaß zu behalten – es sei schon vorgekommen, dass Studierende sich in einem Freisemester vor dem Physikum so sehr in ihre Promotion vertieften, dass sie darüber die Prüfungsvorbereitungen vergaßen und das Studium sich weiter verzögerte.

Letztendlich ging es in der Diskussion also vor allem um den Zeitfaktor: mehr Zeit insgesamt durch früheren Beginn gegen weniger Zeit zur Prüfungsvorbereitung durch einen vorklinischen Beginn. Allerdings wird die Diskussion überflüssig, wenn eine Promotionsordnung einen Beginn der Doktorarbeit vor dem bestandenen Physikum nicht gestattet.

unser Tipp

Wenn du dir also überlegst, wann du deine Doktorarbeit am besten anfangen solltest, kannst du die Diskussion hier nachlesen: www.medi-learn.de/VK008

 

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